Mischkulturen

An dieser Stelle stelle ich Informationen rund um Mischkulturen in der Landwirtschaft zusammen. Zur Zeit arbeite ich in dem Forschungsprojekt Remix zu Mischkulturen und werde im Projektverlauf diese Seite zunehmend erweitern.

Informtionen mit Relevanz für die Praxis

Hier habe ich vor allem Broschüren und Dokumente gesammelt, die praxisnahe Informationen zusammenfassen. In den letzten Jahren scheint es einiges an Anstrengungen gegeben zu haben Mischkulturen stärker in der landwirtschaftlichen Paxis zu etablieren. In den Dokumenten werden sowohl Empfehlungen für die praktische Kulturführung als auch einige Hintergrundinformationen geliefert.

Die Interessensgemeinschaft Mischanbau in Bayern hält eine Reihe von Vorschlägen für den Anbau von Mischungen in der Praxis bereit. Vorgestellte Mischkulturen sind  z.B. Erbse-Leindotter, Hafer-Leindotter oder Linse-Hafer.

Sehr aktuelle Empfehlungen und praxis-relevante Hintergrundinformationen (aus dem Jahr 2017) gibt es auch vom FiBl, die sich allerdings auf die Schweiz beziehen. Es werden bewährte Mischkulturen vorgestellt, z.B. Körnereiweiserbse-Gerste oder Lupine-Hafer. Informationen gibt es auch Zur Aussaat, Fruchtfolge und der Ernte.

Sehr informativ ist das Praxishandbuch „Leguminosen Nutzen“ aus dem Jahre 2013. Primär geht es um den Anbau von Leguminosen. Der Mischanbau wird hier als eine vielversprechende Strategie für den Leguminosenanbau vorgestellt. Das Praxishandbuch vergleicht sehr schön den Anbau von Leguminosen in Reinsaat (Monokultur) und in Mischkultur. Es bezieht sich explizit auf die deutsche Landwirtschaft und wurde von Experten der Universität Kassel/Witzenhausen sowie vom FiBL erarbeitet.

Die Universität Göttingen hat ebenfalls praktische Anbau-Empfehlungen und Hintergründe in einem dem Dokument „Anbau von Gemengen im ökologischen Landbau“ zusammengefasst (aus dem Jahr 2003).

Forschung und Entwicklung

Neben Remix gibt es zur Zeit einige weitere (vor allem von der EU geförderte) Forschungsprojekte, die sich der Diversifizierung der Landwirtschaft widmen. Dazu gehört Diversify. Ein deutscher Projektpartner ist die Universität Münster (Prof. Christoph Scherber, Institut für Landschaftsökologie).

DiverIMPACTS ist ein weiteres von der EU gefördertes Forschungsprojekt zur Diversifizierung ( Prof. Dr. Christoph C. Tebbe, Thünen Institut für Biodiversität, Braunschweig).

Das Projekt Diverfarming läuft unter der Beteiligung der Universität Trier.

Walter Schmidt, ehemaliger Maiszüchter bei der KWS, hat zusammen mit der Universität Göttingen an einem Projekt zur Züchtung von Mais für den Mischanbau gearbeitet. Einen Vortrag zu diesem Thema  von 2015 findet man hier. Einen weiteren sehr interessanten Vortrag von Herrn Schmidt über verschiedene Strategien zur Entwicklung eines Stickstoff-Effizienten Mais findet ihr hier. Ein Video eines Vortrages von Herrn Schmidt findet ihr hier.