Archiv für den Monat April 2020

Hydraulic lift: Anpassungen an Trockenheit durch biologische Wasserpumpen?

Hier sieht man den Ackerboden auf dem Versuchsbetrieb Neu Eichenberg der Universität Kassel diesen Frühling.


Auch in dieser Feldsaison scheint das Thema Trockenheit wieder akut zu werden. Im Versuchsbetrieb der Universität Kassel in Neu Eichenberg ist der Boden wieder einmal sehr trocken. Was kann man in der (ökologischen) Landwirtschaft machen, um diesem Phänomen zu begegnen? Eine Option ist der Anbau von Sorten, die gezielt für trockene Klimata gezüchtet wurden. Weizen lässt sich auf Frühreife züchten, so dass er der Sommertrockenheit gewissermaßen davonwächst. Die züchterische Bearbeitung der Pflanzenentwicklung ist also eine interessante Stellschraube für die Anpassung an trockene Klimata. Wir haben einige ungarische und sehr frühe Sorten in unseren Versuchen stehen und es wird spannend sein ihre Leistung in Sachen Ertrag und Qualität mit den späteren mitteleuropäischen Sorten zu vergleichen. Dieser Ansatz konzentriert sich auf die Biologie, Genetik und Ökologie einzelner Kulturpflanzenarten.

Nutzung ökologischer Interaktionen und des hydraulic lifts

Ein etwas anderer und komplementärer Ansatz ist es, ökologische Interaktionen zwischen verschiedenen Kulturpflanzenarten zu nutzen. Die Grundlage hierfür ist das natürliche Phänomen, welches als  hydraulic lift bezeichnet wird. Der hydraulic lift ist im Prinzip eine biologische Wasserpumpe, die durch die Wurzeln von Pflanzen ermöglicht wird. Weiterlesen