Zauber und ökologische Geheimnisse der Waldwelten am Rand des südlichen Ruhrgebietes

Waldlicht: Der Wald filtert das Licht durch die Farbpigmente in den Blättern. Dadurch ensteht ein spezifisches „Lichtklima“ mit ökologischen Wirkungen auf den Waldboden und psychologischen Wirkungen auf das menschliche Gemüt.


Das Licht im herbstlichen Wald ist etwas ganz Besonderes. Die Sonne wird gefiltert durch das herbstlich bunte Blätterdach. Alles wirkt ein bisschen verzaubert. Das Licht und die haushohen Bäume sind eine Energiequelle für den Geist.

Auch aus der Perspektive eines Biologen ist es faszinierend sich im Wald zu bewegen, da man sich unter dem Blätterdach wirklich in ein Ökosystem hineinbegibt, welches von den Bäumen selbst erschaffen wird. Man taucht gewissermaßen in ein Ökosystem. Dies ist eigentlich nur noch vergleichbar mit dem Tauchen in den gewaltigen Riff-Welten, die von Korallen erschaffen werden. Die Bäume filtern das Sonnenlicht durch ihre Blattpigmente. Sie schaffen ein lokales Wald-Klima durch die Verdunstung von Wasser und befeuchten und kühlen die Luft. Bäume fungieren als biologische Wasserpumpen durch den Mechanismus des hydraulischen Lifts und können auch das regionale Klima und die Niederschläge beeinflussen. Die Bäume erschaffen ein Waldklima. Die Bäume sind an der Entstehung des Waldbodens beteiligt. Mit Fug und Recht kann man also von Waldwelten sprechen.

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Ökologische Alltagsbeobachtungen: an Chilis knabbernde Rehe als Zeichen von zu großen Populationen?

Selektiver Wildschaden (Verbiss): Eine fast vollständig entlaubte Chili-Pflanze (Sorte: Jamy), deren Früchte verschont wurden.


Etwas verärgert war ich in diesem Herbst wegen Fraß-Schäden (Verbiss) an den Rosen in unserem Garten. Hier wurden die jungen Triebe und Knospen abgeweidet und an einigen weiteren Topfpflanzen. Da wir Rehe in unserem Garten beobachtet haben – wenn wir sie auch nicht auf frischer Tat ertappen konnten – halte ich sie für die wahrscheinlichste Schadensursache. Die Beschäftigung mit solchen Problemen könnte man durchaus als albernes Spießertum interpretieren.

Allerdings scheint es so zu sein, dass Wild in Europa zunehmend zu Problemen in der Land- und Forstwirtschaft führt (Carpio et al., 2021). In der Fachliteratur wird hier von „overabundance“ gesprochen. Diese ergibt sich allerdings nicht allein durch die Größe einer Wildtier-Population sondern zusätzlich durch den objektiv gemessenen Schaden und der subjektiven Betroffenheit von Interessensgruppen wie Landwirt*innen und Gärtner*innen. Und ich war – ganz spießbürgerlich – durchaus verärgert über den Wildverbiss, habe mich aber auch über den Anblick der schönen Rehe gefreut.

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